Zeugen der Zeit – das waren wir!
11.01.2021

Neue Sendereihe im Bürgerfernsehen

Das Bildungszentrum BürgerMedien e.V. startet in Kooperation mit Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Offenen Kanälen aus Rheinland-Pfalz die Sendereihe „Zeugen der Zeit – Das waren wir!“.

In der 15-minütigen Sendung lassen uns die Protagonisten in ihr Fotoalbum schauen. Bisher wurden insgesamt 9 Folgen produziert, die alle in der youtube-mediathek des OK Kaiserslautern zu finden sind.

 

Der Fotograf und sein Rheinhessen (Folge 1)
Ursula Fischer und Rudolf Klos erzählen über die Arbeit ihres Vaters, dem Pressefotografen.

 

Mein altes Mainz (Folge 2) 
Der Mainzer Konrad Schué wohnt heute noch in dem mittelalterlichen Haus, in dem er 1930 geboren wurde. Das Haus wurde nachweislich auch schon von Johannes Gutenberg besucht. Im Interview spricht Konrad Schué auch über seine Jugend.

 

Die Berliner Luftbrücke 1948 (Folge 3)
In der dritten Folge der Sendereihe „Zeugen der Zeit – das waren wir!“ erzählt Günter Steck über seine Erlebnisse und Erfahrungen während des Aufbaus der Berliner Luftbrücke. Er war damals bei der Britischen Rheinarmee in Wunstorf aktiv beteiligt. Im Juni 1948 geben die Russen bekannt, dass sie keine Lebensmittelversorgung für die westlichen Sektoren Berlins leisten werden. Die ersten acht Flugzeuge der britischen Luftwaffe (RAF) landen in Wunstorf im britischen Sektor um Luftbrückeneinsätze zu beginnen.

 

Der Gastronom vom Mittelrhein (Folge 4)
Heiner Mades erzählt von mehreren Jahrzehnten Erlebnissen als Hotelier am Mittelrhein. Sein Hotel „Gelber Hof“ in Bacharach war rund 170 Jahre lang in Familienbesitz. Zu seinen Erfahrungen gehört auch der zugefrorene Rhein, auf dem Volksfeste gefeiert wurden.

 

Mainz um den Zweiten Weltkrieg (5):
Im Interview lässt Philipp Münch in sein Leben und sein Fotoalbum schauen.
Der Mainzer Fotograf fertigte umfangreiche Foto-Dokumentationen an, die in vielen

 

Vom Tabakacker zum Talar (6)
Hermann Kuntz erlebte den Zweiten Weltkrieg in der Pfalz und musste mit seiner Familie immer wieder bei anderen Menschen unterkommen. Im Interview erzählt der Pfarrer über seine Kindheit und Jugend.

 

Per Anhalter in ein neues Leben (7)
Paul Grunwald verlor mit fünf Jahren seine Heimat und seine Eltern. Er musste im Zweiten Weltkrieg dabei zuschauen, wie seine Mutter ermordet wurde. Von nun an kam er über viele Umwege durch Deutschland nach Dahn in der Pfalz. Vom Heimkind und Ausreiser wurde er später zum Familienvater und Schulleiter.

 

Verlorene Heimat für den Truppenübungsplatz (8)
Else Ruth und Rudi Franz erzählen vom untergegangenen Ehlenbach, das 1939 für das Militär geräumt wurde. Rudolf Franz hat mithilfe der Erzählungen seiner Mutter eine aufwendige Chronik zu den Wüstungen errichtet und Else Ruth hat noch ihre ganze Kindheit in dem idyllischen Dorf an der B270 verbracht. Sie erzählt vom bäuerlichen Dorfleben. Im Hunsrück wurden neben Ehlenbach auch die Dörfer Aulenbach, Ausweiler, Breungenborn, Erzweiler, Frohnhausen, Grünbach, Ilgesheim, Kefersheim, Mambächel, Oberjeckenbach, Ronnenberg, Wickenhof, Wieselbach und Zaubach dem Truppenübungsplatz geopfert, der zuerst von den Nationalsozialisten und später vom amerikanischen und französischen Militär genutzt wurde. Noch heute ist der Bereich Baumholder / Idar-Oberstein ein wichtiger Militärstützpunkt von Bundeswehr und US-Armee.

 

Die Wirtin vom Narrenstübchen (9)
Inge Fleischmann ist seit 1955 die Wirtin im Kurpfälzer Narrenstübchen. Heute gilt sie sozusagen als die Grand Dame der Speyerer Gastronomie. Zahlreiche Prominente wie ihr Schwarm Luigi Colani waren bei ihr in Speyer. Die zahlreichen Stammgäste genießen die familiäre und heitere Atmosphäre, oft schon seit Jahrzehnten. In „Zeugen der Zeit – das waren wir!“ erzählt sie dem Offenen Kanal einige Anekdoten aus ihrem bewegten Leben im Narrenstübchen.